Statt pauschaler Posten half eine detaillierte Aufstellung: Stunden für Demontage, Prüfzeiten, Aufbereitung, Logistik, Zwischendepots und finale Montage. In einer Fallstudie wurde jedes Gewerk gebeten, zwei Varianten anzubieten – mit und ohne Wiederverwendung. Das führte zu ehrlichen Vergleichen, fairen Diskussionen und einem Mix, der ambitioniert, aber realistisch blieb. Unerwartete Kosten schrumpften, weil Annahmen geprüft wurden.
Wiederverwendung wirft Fragen nach Gewährleistung auf. Die Teams dokumentierten Zustände, legten Prüfprotokolle bei und vereinbarten angepasste Haftungszeiträume für gebrauchte Bauteile. Versicherer reagierten positiv, sobald Risiken transparent und technisch begründet dargestellt waren. So entstand Rechtssicherheit, ohne die Idee im Keim zu ersticken. Klarheit schützt alle Beteiligten und macht den Ansatz reproduzierbar.
In einer Wohnung wurden zu früh Fliesen entsorgt, die später perfekt gepasst hätten. Die Lehre: keine Container, bevor die Planung final steht und Alternativen geprüft sind. Ein zweites Beispiel: unzureichende Kennzeichnung führte zu vertauschten Türblättern. Seitdem erhalten Bauteile eindeutige Codes und Fotos aus mehreren Perspektiven. Kleine Routinen verhindern große Verluste und sparen hinterher viel Frust.